Wärmenetze

Wie auch immer die Bedingungen vor Ort sind, ein Wärmenetz ist in der Regel immer möglich und ein Schritt hin zur nachhaltigen Nutzung der Ressourcen in Ihrer Region.

Ein Wärmenetz verbindet die Endkunden, ob Anwohner in einem Wohngebiet, öffentliche Einrichtungen oder auch Firmen und ganze Gewerbegebiete mit z.B. einem Biomasseheizwerk.

Bei der Wertschöpfung bildet das Wärmenetz damit quasi den Abschluss. Hier endet der lange Weg der Sonnenenergie, die einst von den Bäumen in den nahen Wäldern und den Sträuchern am Straßenrand aufgefangen und in Biomasse umgewandelt wurde. Durch die bereits bestehende Bewirtschaftung von Wald und Flur und den notwendigen Beschnitt kultivierter Grünanlagen und Straßenränder wanderte diese Biomasse in das regionale Biomassezentrum, wo die Rohmasse zu hochwertigen, spezialisierten Brennstoffen weiterverarbeitet wird. Von dort gelangt sie in das Biomasseheizwerk in Ihrer Kommune wo sie zur Erzeugung von Warmwasser verbrannt wird. Dieses Warmwasser wandert nun durch das Wärmenetz zu den Bürgerinnen und Bürgern Ihrer Gemeinde, heizt die Büros und Werkstätten der regionalen Betriebe oder die Klassenzimmer der Schulen.

Das Wärmenetz besteht aus speziellen Leitungen, die die Wärme im Winter nahezu verlustfrei zum Ziel transportieren. Die Einrichtung eines solchen Wärmenetzes erfolgt idealerweise bereits bei der Erschließung eines Neubaugebietes oder bei der Sanierung einer Straße in einem bereits bestehenden Gebiet, es ist jedoch auch darüber hinaus möglich. Generell gilt: je mehr Anwohner mitmachen, desto einfacher und kostengünstiger ist die Umsetzung. So kann unter Umständen auch eine teure Verlegung der Leitung in der Straße umgangen werden, indem man die Leitung in den nebeneinanderliegenden Gärten der Anwohner gräbt. Eine Maßnahme, die die Kosten für alle Beteiligten drastisch senken kann.